Kaufnebenkosten & Steuern beim Hauskauf in Schweden

Lesezeit ca. 4 Minuten · Ratgeber von Rabenfels
Ländliche Herbstlandschaft in Schweden

Der Kaufpreis ist nicht alles. Die gute Nachricht: Die Nebenkosten beim schwedischen Hauskauf sind übersichtlich und meist deutlich niedriger als in Deutschland.

Beim Kauf: einmalige Kosten

Stämpelskatt: die Grunderwerbsteuer

Wenn du als Privatperson das Eigentum auf dich eintragen lässt, fällt die stämpelskatt an: 1,5 % des Kaufpreises (genauer: des höheren Werts aus Kaufpreis und steuerlichem Einheitswert). Kauft eine Firma, also eine juristische Person, ist der Satz höher (4,25 %). Für die meisten privaten Käufer gelten also die 1,5 %.

Lagfart: die Eintragungsgebühr

Für die Eintragung deines Eigentums beim Vermessungsamt (Lantmäteriet) kommt zur Stämpelskatt eine kleine feste Verwaltungsgebühr hinzu. Sie liegt im Bereich weniger Hundert Kronen, ein kleiner Posten.

Anders als in Deutschland gibt es keine Notarkosten und keine Maklerprovision auf der Käuferseite, wenn du direkt vom Eigentümer kaufst. Das hält die Nebenkosten beim schwedischen Kauf insgesamt niedrig.

Laufende Kosten, Jahr für Jahr

Wichtig: Steuersätze und Gebühren können sich ändern, und deine persönliche Situation, etwa wenn du nach Schweden ziehst oder das Haus vermietest, kann steuerlich Folgen haben. Dieser Artikel ist eine Orientierung, keine Steuerberatung. Bei größeren Beträgen oder Unsicherheit lohnt sich ein fachlicher Blick.

Was du realistisch einplanen solltest

Als Faustregel: Zum Kaufpreis kommen die Stämpelskatt (1,5 %) und die kleine Eintragungsgebühr. Das ist der einmalige Aufschlag. Der wirklich relevante Zusatzposten ist bei günstigen Häusern fast immer nicht die Steuer, sondern die Renovierung. Die solltest du von Anfang an mitkalkulieren.

Alles kompakt in einem Dokument

Der kostenlose Leitfaden fasst Kosten, Ablauf und Stolpersteine zusammen.

Leitfaden gratis holen
WhatsApp